> Neurobiologie und Coaching > Neues wagen – macht glücklich und verlängert das Leben

Neues wagen – macht glücklich und verlängert das Leben

Posted on 17. August 2012 | Kommentare deaktiviert

Neues wagen –  macht glücklich und verlängert das Leben  Oft geht es im Coaching darum, einen Perspektivenwechsel vorzunehmen, so dass es möglich wird, statt dem was man schon immer so gemacht hat, etwas anders zu machen. Insbesondere, wenn man etwas haben will, das man noch nie gehabt hat oder sich mit einer Sache im Kreis dreht. Mit meinen Klienten gehe ich auf die Suche, was das Neue sein könnte, das es braucht, um eine Veränderung der gegenwärtigen Situation herbeizuführen oder einen entscheidenden Schritt voran zu machen. Das Gehirn eines Erwachsenen ist primär darauf programmiert ist, Schmerzen zu vermeiden. Deshalb bleiben wir auch so gerne beim Alt- Bewährten, bei dem, was uns Sicherheit gibt. Damit bringen sich viele jedoch um das Beste, nämlich die Belohnung, die wir kriegen, wenn wir Neues wagen: Denn neurophysiologisch quittiert unser Gehirn alles Neue mit der Ausschüttung von Glückshormonen. Es geht uns dann besonders gut und wir fühlen uns „lebendig“.

Premieren verlängern das Leben

Und nicht nur das: Je mehr neue Erfahrungen wir unserem Gehirn gönnen, desto jünger hält das. Wiederholungen dagegen lassen tendenziell die Zeit schrumpfen (so Prof. Douwe Draaisma, Professor für Psychologiegeschichte Groningen, Niederlande in seinem neuen Buch: Heimwehfabrik) weil das Gehirn in der Rückschau eher alles zusammen betrachtet. Im Rückblick verschmilzt also 5x Urlaub am selben Ort, zu 1 x Urlaub an diesem Ort. Wer sein Leben also subjektiv verlängern will bzw. es interessanter haben möchte, muss raus aus der Routine. Wer neue Erfahrungen macht, belebt seine Nervenbahnen und sorgt für ein flexibles geistiges Netz. Das betrifft nicht nur neue Dinge, neue Unternehmungen, neue Fähigkeiten, das trifft genauso auf liebgewonnene Verhaltensweisen zu. Denn auch Verhaltensweisen können ab und zu eine Erneuerung vertragen.

Die positive Überraschung ist besonders beglückend

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Glückshormonausschüttung dann besonders aktiv ist, wenn schöne Erlebnisse unerwartet eintreffen, es also eine positive Überraschung gibt und die eigenen Erwartungen übertroffen werden. Auch alles, was man mit Begeisterung macht, ist beglückend.

Auf der Suche nach dem Neuen, dass Ihren Alltag bereichert, können Sie sich fragen:
- Was wollte ich schon immer mal machen, hatte jedoch nie Zeit dazu?
- Was würde mir richtig Spaß machen?
- Angenommen ich wäre erfolgreich damit, was würde ich dann von Herzen gerne tun?
- In welcher Situation würde ich mich gerne anders verhalten?
- In welchem Kontext hätte ich gerne ein anderes Ergebnis als das erzielte?

Das Schöne nicht wiederholen, sondern variieren

Wenn man einen wunderbaren Abend gemeinsam verbracht hat und möchte ihn in seinem ganzen Glanz und in seiner ganzen Wärme behalten, dann gelingt das am besten, wenn man ihn nicht genauso wiederholt, sondern das nächste Mal etwas anders macht, am besten gemeinsam etwas Neues anfängt.

Veröffentlicht in Neurobiologie und Coaching

» Tags: , , , , , ,

Comments are closed .